Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit dafür nehmen diese Webseite aufzurufen!
Mit dem folgenden Text möchte ich Ihnen veranschaulichen, welche unterschiedlichen Erfahrungen ich in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn sammeln konnte. Es ist mir wichtig dem interessierten Leser eine Vorstellung davon zu vermitteln, dass ich weitreichende Berufserfahrung und umfangreiches Praxiswissen für absolut essentiell halte, um meinen Kunden eine bestmögliche Dienstleistung anbieten zu können.
Ich möchte aber gleichermaßen um Verständnis dafür werben, falls Ihnen die eine oder andere Darstellung im Text missfallen sollte. Bitte bedenken Sie, dass die Ausführungen allein meinem persönlichen Blickfeld entstammen, die natürlich eng mit der jeweiligen Erfahrung verknüpft ist. Und da jeder Mensch seinen eigenen Blickwinkel hat, wird es schwierig eine allgemein gültige Formulierung zu wählen.
 
Nun möchte ich aber beginnen...

            Schule aus! Puh!  ---  Berufsleben an! Juhuu!
Zuerst meine Berufsausbildung zum Kommunikationselektroniker absolvieren.  —  So!
Tja, das ist zwar lange her (Anno 1991), hat aber bereits die frühen Jahre der moderneren EDV / IT Technik beinhaltet. Mein persönliches Ziel war es aber innerhalb dieser Branche arbeiten zu können. Es entsprach eben einfach meiner Natur und das hat sich nie geändert.

Studieren war leider nicht möglich, also musste es andere Möglichkeiten geben beruflich weiter zu kommen.
(Durch den gravierenden Wandel der IT-Branche und aus heutiger IT-Sicht sehe ich dies eher als nachrangig an, zumal ich durch mein persönliches Engagement und etliche berufsbegleitende Fortbildungen viele Wissenslücken geschlossen habe. Und das hört nie auf...)
Regional war das für mich aber etwas problematisch und so verwandelte sich mein Umfeld in die Düsseldorfer Region. 21 Lenze zählte ich zu dieser Zeit.

Startunternehmen war damals die Firma Fuji Photo Film in Düsseldorf und die Tätigkeit war die Reparatur von Kleinbildkameras. War interessant und nach einigen Monaten zu Ende, da ich zur Firma SUN Electric nach Mettmann wechselte. Hier habe ich dann als Elektroniker KFZ-Testgeräte kalibriert, repariert und bei Kunden Serviceeinsätze absolviert. Lange her…

Das ich diese berufliche Betätigung nach 18 kurzen Monaten wiederum änderte lang daran, dass ich bei der Firma Facit Deutschland, einem Büromaschinenausstatter damaliger Zeit, endlich endlich, komplett in die EDV / IT-Branche wechseln konnte. Support-Techniker hieß damals der Zauberberuf und umfasste die Technik des Barcodedruckens mit Anschluss der Geräte an unterschiedliche Hostsysteme. Serielle Kommunikation war damals noch ein Hauptthema und die Linux Distribution von Suse wurde soeben zur Microsoft Konkurrenz. Das Internet in seiner frühen Form und "mein" erster Internetexplorer unter Windows 3.11 waren noch Spitzenreiter. Technische Vertriebsunterstützung und der Kontakt zu den internationalen Kollegen und Herstellern waren immer eine spannende Sache. Auch wenn ein Arbeitstag damals oft weit mehr als 12 Stunden hatte. Meine Weiterbildung zum Netzwerktechniker CNE zu dieser Zeit, sei nur nebenbei erwähnt. ;-)
Ach, so jung möchte ich gerne nochmal sein.

Und dann, nach zwei kernigen und arbeitsreichen Jahren folgte ein kleines aber sehr feines privates Intermezzo. Ooh, Animateure auf Teneriffa... die hatten es fein...

Dies führte später zu einigen, recht vielseitigen Stellenwechseln innerhalb eines Jahres. Beruflich geprägt wurde es von drei wesentlichen Anstellungsverhältnissen. Den Anfang dabei machte die Vertriebstätigkeit bei einem kleinen Systemhaus aus Solingen. Na ja, Sie wissen schon, PCs, Drucker, Kaltakquise und Warenwirtschaftssysteme. Und Navision gab es da auch schon.

Nach einigen Monaten war die Folge meines notwendig gewordenen Stellenwechsels der Einsatz innerhalb einer telefonischen Hotline bei der Provinzialversicherung in Düsseldorf. Tolle Sache; PC-Anywhere unter IBM-DOS, Novell-Netware 3.12 und ein Laptopkoffer mit integriertem Drucker von Canon, wenn ich mich recht erinnere. Von der Versicherungsgesellschaft auch Paul genannt (“Provinzial auch unterwegs leistungsfähig“, ja, tolle Kürzel gab es schon immer).

Einige Monate später und zum Schluss des Jahres kam dann noch die Tätigkeit als Supportmitarbeiter eines Systemhauses für den Schuhfacheinzelhandel. EBG-Data hieß die Firma aus Düsseldorf. Das große Thema war Anwenderunterstützung auf jede Weise. Online, Offline, per Telefon, Fax oder E-Mail und auch persönlich.
Wenn Sie übrigens schon immer wissen wollten was Furnituren sind, kann ich Ihnen das (gogglefrei) beantworten. Jedenfalls wurde eine Software für den Schuhfachhandel, auch SEPP genannt, von der Firma verkauft (wohl kein Zufall, denn die Ursprünge der Firma lagen in Bayern).
Das erforderte natürlich eine weitreichende Unterstützungsleistung der Kunden. MS-DOS war noch in aller Munde und auch Windows 95 (Version B und dann mit USB Unterstützung war echt Klasse). Windows NT oh man, was hieß doch noch NT? Auch so eine lustige Abkürzung für Insider…

Wenn wir aber schon bei Abkürzungen sind, hier eine Quizfrage an Sie. Wenn Sie mir mailen wofür die Abkürzung SEPP Ihrer Meinung nach steht, erhalten Sie eine kleine Überraschung wenn es stimmt und wenn nicht, mindestens die Auflösung. Ganz sicher. Ist auch nicht schwierig und liegt auf der Hand, einfach mal an Schuhe und Programme denken. Ja genau, Sie ahnen es schon…

Ich schweife aber vom Thema ab, also natürlich auch Novell (noch war es ein großer Name), SQL-Server 6.5, Visual Basic 6.0, Visual FoxPro und Exchange 5.5, das Internet wurde zum Thema, der Hype stand kurz vor dem Ausbruch. Datenabrufe per Modem, kumulierte Auswertungen, Datenschutz, die Aufgaben wurden richtig komplex. Ach ja, Al Bundy, Schuhe, war da nicht noch etwas?!

Und doch, gut zwei Jahre mit einem halben Jahr Kündigungsfrist später, zog ich weiter. Und das war dann ein echter Volltreffer. Dass die damalige Geschäftsleitung des Düsseldorfer Futtermittelherstellers Muskator sechs Monate lang auf mich und meinen Arbeitsanfang gewartet hat war schon wirklich klasse, da es viel kürzer vereinbart war. Aber Mitarbeiter hatten damals noch einen Wert und die "Generation Praktikum" war hier noch nicht erfunden.

Und dann? Oh -- diese Technik! Vorhanden waren: ein PC mit ISDN-Wählleitung als Internetzugang (ohne Netzwerkanbindung), kein E-Mailsystem bei etwa 250 Mitarbeitern, eklatante Wissenslücken der Anwender in Bezug auf Anwendungssysteme und Software und etliche NT-PCs und natürlich Server. Tja, das ist lange her (und war in dieser Form auch keine Seltenheit).
Ich hielt sozusagen den Schlüssel dazu in der Hand, all das zu verbessern. In meiner 12 jährigen Tätigkeit als IT-Leiter des Unternehmens hat sich, IT-technisch gesehen, alles geändert. Angefangen mit den bestehenden Mitarbeitern im Bereich IT / EDV, die keine Lust auf Änderungsprozesse hatten, bis hin zur Eigenentwicklung eines CRM-Systems für die Firma, habe ich alles ermöglicht was im Rahmen von Zeit, Priorität und Budget möglich war.
Eine tolle und wirklich erfahrungsreiche Zeit!
HP-Produkte wurden immer schlechter (jedenfalls nach meiner Erfahrung), DELL-Produkte ihren Preis Wert, Novell... kennt die noch jemand?, SAP wurde immer teurer, Navision zu Dynamics. Auch CRM wurde ein Begriff, ERP ist es noch immer. Zahllose Microsoftprodukte, -versionen und Servicepacks später gab es dann auch Windows 7 (seit 95B und 98SE wieder ein gutes Betriebssystem von Microsoft). Das Internet wurde richtig bösartig und (über-)lebensnotwendig zugleich. Datensicherheit wurde ein riesen Thema, ITIL und COBIT haben nicht nur das Callcenter anwenderfreundlich gemacht. Alles wurde virtuell und auch UMTS noch mehr als ein Erfolg. Und dabei jetzt die IT-Kollegen so mitzunehmen, dass neue Aufgaben und Ziele mit der nötigen Ambition verfolgt werden konnten, war manchmal ....  wirklich unbeschreiblich.
Nun, derlei könnte ich noch viel Erzählen aber Sie wollen ja heute auch noch zu Ende lesen, nicht wahr?

Übrigens: die Produkte von Apple werden wohl aus einer Art Bauchgefühl heraus und die von Samsung aus Gründen der Vernunft gekauft, wenn man dem ARD Markencheck aus 2013 glauben darf. War beim iPhone aber auch egal, her damit…

Da die Zeit ja wie im Fluge vergeht und man aufhören soll wenn es am schönsten ist, zog ich halt wieder weiter. Diesmal nach Leverkusen zu einem Unternehmen im Bereich der Verkehrswegetechnik. Ein altes Unternehmen und dementsprechend sah die IT-Landschaft aus. Heterogen ist als Bezeichnung dafür noch untertrieben. Von Windows 3.11(! wir schrieben das Jahr 2011) bis Windows Server 2008R2, etlichen Linux-Systemen, einer unstrukturierten Netzwerkverkabelung (alles steckt überall), völlig überfrachteten IT-Mitarbeitern und anderen gravierenden Mängeln mehr.
Aber für mich — wieder eine Spielwiese zum Austoben, Juhuu.

Tja, haste gedacht! Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Also schnell rein, gerade eingearbeitet, dann kommt Geschäftsleitung zu dem Schluss dass die gesteckten IT-Ziele mit der IT-Realität des eigenen Unternehmens unvereinbar sind und Tschüss, war ich wieder weg.

Dumm gelaufen aber manchmal, hat man auch mal Pech.

So und jetzt? Also doch Solokarriere? Als Freiberufler oder Freelancer? Mein nie realisierter Altwunsch den ich immer wieder verworfen hatte...
Was mich abgehalten hat? Meine Eltern waren halt Selbstständig deshalb wollte ich das eigentlich nie machen. So viel Risiko, hmm...

Da mich jetzt aber doch die Zeit dazu eingeholt hat und das auch völlig in Ordnung ist, werde ich nun auch mein eigenes Projekt zum Erfolg führen.

Daran wird hart gearbeitet, das können Sie mir glauben!

 

Ich wünsche Ihnen einen guten und erfolgreichen Tag,

Ihr Markus Berke